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Klostersturm in der Prämonstratenser Abtei Hamborn - Wenn selbst die Ordensmauern schunkeln Hamborn Helau!

Wenn Ordensleute schmunzeln, Prinzen durchs Klostertor ziehen und selbst ehrwürdige Mauern im Takt wippen, dann ist es wieder so weit: Klostersturm in der Prämonstratenser Abtei Hamborn. Was im vergangenen Jahr mit viel Begeisterung begann, hat sich in diesem Jahr noch einmal gesteigert - größer, bunter, mitreißender.

 

Schon vor dem offiziellen Beginn lag diese besondere Mischung aus Weihrauch und Konfetti in der Luft. Aus allen Teilen der Pfarrei kamen Närrinnen und Narren zusammen, dazu zahlreiche befreundete Karnevalsvereine aus der Umgebung. Seit über 15 Jahren verbindet Kloster und Vereine eine lebendige Tradition - nicht zuletzt durch den gemeinsamen Gottesdienst zum Auftakt der Karnevalssession im November. Hier wird deutlich: Glaube und Frohsinn schließen sich nicht aus - sie beflügeln sich gegenseitig.

 

Ein absoluter Höhepunkt war der Besuch von Prinz Toni I. aus Duisburg. Mit seinem Gefolge zog er unter großem Applaus in das Kloster ein - selbstverständlich friedlich, charmant und mit einem dreifachen „Helau!“ im Gepäck. Mit Witz, Ausstrahlung und echter jecker Leidenschaft brachte er die ehrwürdigen Mauern zum Beben. Wer genau hinhörte, konnte fast meinen, selbst die alten Steine schunkelten mit.

 

Für ausgelassene Stimmung sorgten unter anderem die Meidericher Jecken und die Marxloher Jecken mit schwungvollen Tänzen, farbenfrohen Auftritten und viel Herzblut auf der Bühne. Aus der Gemeinde St. Hildegard begeisterte eine Damengruppe mit kreativen Wortbeiträgen, humorvollen Einlagen und musikalischen Überraschungen - mal augenzwinkernd, mal temperamentvoll, aber immer mitreißend.

 

Ein besonderer Glanzpunkt des Abends war die gemeinsame Büttenrede von Pater Gereon und der Pfarreiverwalterin Susanne Schütters. Mit pointierten Reimen, feiner Selbstironie und liebevollen Seitenhieben auf das kirchliche und närrische Leben trafen sie genau den richtigen Ton. Das Publikum dankte es mit herzhaftem Lachen und lang anhaltendem Applaus.

Den musikalischen Schlusspunkt setzten die Finkes aus der Gemeinde St. Barbara. Mit viel Schwung und guter Laune sorgten sie dafür, dass niemand stillstehen konnte - ein Abschluss, der noch einmal alle mitriss.

 

Souverän und humorvoll führte Pater Rudolf durch das abwechslungsreiche Programm. Mit Charme, Schlagfertigkeit und einem sicheren Gespür für Timing verband er die einzelnen Beiträge und hielt die Stimmung durchgehend auf höchstem Niveau.

Zum Abschluss wandte sich Abt Albert an die versammelte jecke Gemeinschaft. In herzlichen Worten dankte er allen Mitwirkenden - den Vereinen, den Aktiven auf der Bühne, den Helferinnen und Helfern im Hintergrund sowie den zahlreichen Gästen. Er betonte, wie wichtig solche Feste für das Miteinander seien: „Wo Menschen gemeinsam lachen, da wächst Gemeinschaft.“ Sein Dank galt besonders der langjährigen und treuen Verbundenheit zwischen Kloster und Karnevalsvereinen - einer Freundschaft, die weit über die närrischen Tage hinaus trägt.

 

Der Klostersturm ist längst mehr als eine karnevalistische Veranstaltung. Er ist ein lebendiges Zeichen dafür, dass Kirche mitten im Leben steht - mit offenen Türen, offenen Herzen und einem fröhlichen Lachen. Ordensleute, Vereinsmitglieder, Familien, Kinder und Senioren feierten Seite an Seite - getragen von Respekt, Freude und echter Gemeinschaft.

Am Ende hallte ein kräftiges „Hamborn und Kloster Helau!“ durch die Räume. Und eines ist sicher: Wenn im nächsten Jahr wieder gestürmt wird, stehen die Tore erneut weit offen - für Frohsinn, Begegnung und ein Lachen, das weit über die Klostermauern hinausstrahlt. Helau!

 

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