Feiern mit vielen Gästen in St. Barbara
Am 27. September feierten die Missionsärztlichen Schwestern das 100jährige Bestehen ihrer Ordensgemeinschaft mit einem festlichen Gottesdienst in St. Barbara. Zelebranten waren Bischof Franz-Josef Overbeck und Pfarrer Abt Albert Dölken. Die Schwestern und Assoziierten aus dem Ruhrgebiet sowie aus Frankfurt und Berlin, England und den Niederlanden freuten sich über viele Gäste aus nah und fern, Freundinnen und Freunde, eine Kirche voller Menschen, die mit uns viele Wege gegangen sind und noch gehen und uns in vielfältiger Weise verbunden sind.
Nach dem Gottesdienst war Zeit und Gelegenheit, sich bei einem Glas Sekt oder Saft zu begrüßen, zu staunen, wer alles da war, und auf dem Kirchplatz miteinander ins Gespräch zu kommen.
Der zweite Teil schloss sich im Saal an mit Mittagessen, einer Präsentation zu Geschichte und Charisma der Missionsärztlichen Schwestern und einem Interview mit drei Mitgliedern der Gemeinschaft. Untermalt wurde das Programm von einem Blockflötentrio. Kaffee und Kuchen sowie Zeit für Begegnungen gab es danach in Hülle und Fülle. Wir beschlossen den Abend mit dem Gefühl großer Dankbarkeit - denn wir sind auf einer Welle der Unterstützung durch dieses Fest gesegelt: Gemeindemitglieder, die uns in Freundschaft verbunden sind, haben die musikalische Gestaltung übernommen, muslimische Freundinnen haben das Mittagessen vorbereitet, die Jugend der Pfarrei hat sich weitgehend um den Hintergrund und die Technik gekümmert, und nicht zuletzt das Kuchen Buffet war ein echtes „joint venture“.
Vor fast genau 100 Jahren, am 30. September 1925, startete die österreichische Ärztin Dr. Anna Dengel zusammen mit drei anderen Frauen das „Heilige Experiment“, eine Ordensgemeinschaft, die qualifizierte medizinische Hilfe dorthin brachte, wo die Not am größten war, besonders da, wo nur Frauen Zugang hatten. Im muslimischen Nord Indien (heute Pakistan), wo sich Frauen von männlichen Ärzten nicht untersuchen oder behandeln lassen durften, nahm die Mission der Gemeinschaft ihren Anfang. Sie entfaltete ihre Wirkung in vielen Ländern auf der ganzen Welt, wo die Schwestern Krankenhäuser gründeten, auf den entlegenen Dörfern Basisgesundheitsdienste organisierten und sich am Aufbau eines Gesundheitswesens beteiligten.
Heute umfasst unsere Gemeinschaft weltweit etwa 450 Schwestern und 100 Assoziierte Mitglieder. Unsere Mission, in einer verwundeten Welt heilsam präsent zu sein, hat sich im Lauf der Jahre über
den medizinischen Bereich hinaus geweitet und orientiert sich an den Nöten der Menschen und der Zeit. Im Ruhrgebiet liegt unser Schwerpunkt in der Sozialpastoral, Seelsorge, Sterbe- und
Trauerbegleitung, Kinder- und Jugendmedizin u.a.m.
Kontakt:
Missionsärztliche Schwestern, Fahrner Straße 60, 47169 Duisburg
E-Mail Sr. Mariotte Hillebrand / Sr. Ursula Preußer [email protected]
Weitere Informationen: Website der Missionsärztlichen Schwestern in Duisburg





























