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Abt Albert - Weihnachtliches Grußwort

Liebe Besucher unserer Website,

 

wenn Sie in diesen Tagen die Abteikirche Hamborn besuchen, dann wird Ihnen die große Krippe auffallen, die in diesem Jahr im Bereich des Tabernakels aufgestellt ist. Es handelt sich um die Krippe aus der benachbarten Kirche St. Norbert. Die Figuren sind vor nicht allzu langer Zeit durch den Förderverein von St. Norbert liebevoll und sehr aufwendig restauriert worden. Es ist ein schönes Zeichen der Verbundenheit und des guten Miteinanders, dass diese Krippe in diesem Jahr in unserer gemeinsamen Pfarrkirche das Weihnachtsgeheimnis anschaulich und greifbar macht.

 

Drei Szenen aus dem Lukasevangelium werden im Dezember zu sehen sein: die Verkündigung des Engels an Maria, die Herbergssuche und die Anbetung der Hirten in der Heiligen Nacht. Natürlich folgt im Januar aus dem Matthäusevangelium die Anbetung durch die Weisen aus dem Morgenland, die, vom Stern geführt, nach Bethlehem gefunden haben.

 

Ganz bewusst steht die Krippe nahe beim Tabernakel, schließt ihn regelrecht mit ein, sodass sich der Ort der Gegenwart Gottes mit der Darstellung Seiner Menschwerdung verbindet. In früheren Zeiten war diese Verbindung häufiger in den Kirchen anzutreffen. In meiner Kindheit in der Eifel war die Krippe in unserem Dorf auf und um den Hochaltar herum aufgebaut, so dass der Priester mitten darin zelebrierte und das Allerheiligste sich mitten darin befand. Diese Art der Inszenierung geht auf die allererste Krippe zurück, die der Heilige Franziskus von Assisi entworfen und in Szene gesetzt hat, damals mit zum größten Teil lebendigen Darstellern, Menschen und Tieren. Die Krippe des Herrn ließ er direkt unter den Altar stellen, so dass alle bei der Wandlung sehen konnten, wo und unter welch ärmlichen Umständen die Menschwerdung Gottes geschehen ist. Franziskus wollte diese menschliche Seite Jesu hervorheben und betonen, und zugleich die liebende Nähe Gottes zu jedem Menschen und zu jeder Kreatur, egal ob reich, egal ob arm.

 

Möge uns alle diese Zuversicht, diese Gewissheit der liebenden Nähe Gottes zu einem jeden von uns, zu allen Menschen und zu jeder Kreatur beim Anblick der Weihnachtskrippe aufs Neue erfüllen!

 

Auch im Namen aller Gremien und Mitarbeiter unserer Pfarrei und der Schwestern und Brüder der Ordensgemeinschaften wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest! Und möge uns das Neue Jahr 2026 näher zu Christus führen!

 

Ihr Abt Albert Dölken, Pfarrer

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